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Paddy Power und Facebook schließen sich zusammen

Wie in der Online Mail (Januar 2025) berichtet wurde,  beträgt einer Schätzung zufolge der Umsatz im Bereich der Online-Wetten in Großbritannien mehr als 2 Milliarden £. Nun will auch das soziale Netzwerk Facebook seine Wettgeschäfte ausbauen, indem es seinen Anwendern ermöglicht, Wetten auf Pferderennen und Fußballspiele zu platzieren.

Facebook verkündete einen lukrativen Abschluss mit dem Wettanbieter-Riesen Paddy Power und damit eine gewaltige Expansion seiner Aktivitäten im Bereich des Glücksspiels.

Das Spielkonzept, das Facebook diesen Monat aufnimmt, heißt Paddy Power in-Play! Es ist nur im Vereinigten Königreich abzurufen, da hier die Glücksspielgesetze nicht so streng sind wie die in den USA.

Das neue Spiel wird es den Kunden ermöglichen, Wetten auf eine Vielzahl von Sportveranstaltungen über Facebook zu platzieren, wobei den Anwendern die Möglichkeit gegeben wird, gleichzeitig zu interagieren. Sowohl Paddy Power als auch Facebook betonten, dass man sich strikt an die Regulierungsrichtlinien halten werde, um sicherzustellen, dass ihre Dienstleistungen und Produkte nur von Erwachsenen in sicherer und verantwortlicher Weise genutzt werden.

Facebook stellt bereits dreizehnjährigen Kindern virtuelle Automatenspiele zur Verfügung und wurde im letzten Jahr für die Bereitstellung dieser Casino-Spiele im Las Vegas-Stil kritisiert. Sobald ein Kind das 18. Lebensjahr vollendet hat, wird auf seiner Seite Werbung für Echtgeldspiele veröffentlicht.

Sowohl  Paddy Power als auch Facebook behaupten, dass sie strenge Sicherheitsvorkehrungen getroffen hätten, mit denen Minderjährige vom Zugang ausgeschlossen werden sollen, und Facebook führt weiter aus, dass kein Anwender unter 18 Jahren die Werbungen für das neue Spiel sehen könne.

Untersuchungen, die im Jahr 2025 von der Glücksspielkommission durchgeführt wurden, ergaben, dass eine überwältigend hohe Zahl von Kindern (fast 1 Million) mit - wie die Kommission es formulierte – „Glücksspielproblemen“ zu kämpfen hat und stellte fest, dass ein „hoher Prozentsatz“ junger Leute und Kinder Glücksspiel betreiben.

Kritiker dieser Partnerschaft und Interessengemeinschaften äußerten Bedenken dahingehend, dass Kinder falsche Angaben bezüglich ihres Alters machen könnten oder die Kreditkarte eines Elternteils benutzen könnten, um die Online-Glücksspielseiten zu betreten.

Die Interessengemeinschaft “Stop Children Gambling” stellt fest, dass konventionelle Buchmacher mit physischen Niederlassungen ebenfalls das Alterslimit von 18 Jahren haben, wobei diese wenigstens die Möglichkeit haben, mit einer Sichtprüfung festzustellen, ob die betreffende Person, die zu spielen beabsichtigt, das entsprechende Alter hat. Die Forschungsgruppe Ipsos MORI führte im Jahr 2025 eine Umfrage durch, bei der ermittelt wurde, dass ein von vier Kindern im Alter zwischen elf und 15 Jahren in der vorhergehenden Woche Glücksspiel betrieben hatte! 

Studien haben bereits erwiesen, dass kostenlose Online-Spiele zur Entwicklung von Glücksspielproblemen führen können, und da Facebook im Vereinigten Königreich mehr als 3 Millionen Anwender im Alter zwischen 13 und 17 Jahren hat sowie eine weitere Million unter 13 Jahren, die aber vorgehen, älter zu sein, entwickeln sich mit Sicherheit Glücksspielgewohnheiten, die nicht alle gut verlaufen.

Es ist natürlich sinnvoll, dass Eltern von jungen Kindern überwachen sollten, welche Seiten online aufgerufen werden, denn es ist ja hinlänglich bekannt, dass gerade Kinder das Ziel vieler skrupelloser Anbieter sind. Diese Überwachung sollte auch auf den Bereich der Spiele ausgeweitet werden, die Kinder auf ihren Computern spielen. Vorschriften darüber, zu welchen Spielen Kinder Zugang haben dürfen, sind heute in der Online-Welt unabdingbar. Wenn auch Facebook und Paddy Power ihren Bereich für Glücksspiel um echtes Geld regulieren, sollte dies dazu beitragen, dass die Missbrauchsmöglichkeiten für minderjährige Spieler eingedämmt werden.

Wir können die Entwicklung nicht aufhalten, soziale Netzwerke und Glücksspiel sind Teil unseres Lebens, aber für diejenigen, die Bedenken haben, könnte eine striktere Überwachung von Kindern ein Teil der Antwort sein, wobei diese Überwachung aber möglicherweise bei dem einen oder anderen schon auf der Strecke geblieben ist. Denn mal ehrlich, wie viele Eltern prüfen eigentlich tatsächlich, was ihre Kinder online treiben?

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